Kurdistan – fremd und geheimnisvoll "

Geografisches Gebiet Kurdistan



Kurdistan erscheint zwar als Gebiet auf vielen Landkarten, doch als exaktes geografisches Territorium ist es nicht fixiert und so lässt sich Kurdistan auch nicht genau in festgelegten Grenzen definieren. Die Kurden selbst sind sozusagen ein Volk ohne einen Staat. Geografisch gesehen ist Kurdistan eine ausgedehnte Gebirgslandschaft in Vorderasien und erstreckt sich von den Ketten des Pontischen Gebirges und des Taurus durch den Nordosten Syriens und Iraks bis zum Zagrosgebirge im Nordwesten des Irans. Somit ist der Lebensraums der Kurden das westasiatische Hochland und dieses sehr freiheitsliebende Volk lebt im Grenzgebiet von Irak, Iran, Aserbaidschan, Armenien, Türkei und Syrien. Eine von allen Völkern der Region akzeptierte einheitliche Karte Kurdistan gibt es nicht. Im Siedlungsgebiet leben nicht nur Kurden sondern auch viele andere Ethnien und andererseits haben viele Kurden längst ihren Lebensmittelpunkt außerhalb der kurdischen Gebiete gefunden.

Das kurdische Volk

Das Volk der Kurden und deren Ursprung sind genauso wie ihr Territorium sehr schwer zu beschreiben. Bis zum heutigen Tag ist die Herkunft der Kurden nicht genau geklärt. Viele Wissenschaftler sind der Auffassung, dass sie von einem kriegerischen Volk des Altertums, den sogenannten Gutäern, abstammen und ihre historischen Wurzeln bis 3.000 Jahre vor Christus reichen. Der griechische Historiker Xenophon beschrieb den Überfall eines kriegerischen Bergvolkes im Jahr 401 bis 400 vor Christus auf ein griechischen Söldnerherr, welches das Zagrosgebirge nach einer Schlacht überquerte. Xenophon gab diesem Bergvolk den Namen Kadurkai (Kadschuken), die höchstwahrscheinlich die Vorfahren der heutigen Kurden waren. Später im Mittelalter wurde die Bezeichnung „Kurd“ für Nomadenstämme benutzt, welche keine Türken und auch keine Araber waren. Diese Stämme lebten in den jetzigen kurdischen Gebieten.

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