" Kurdistan – fremd und geheimnisvoll "
Die kurdische Kultur
Die kurdische Kultur ist zum einen durch die Bewahrung der alten
traditionellen Lebensweise mit den strikten Normen und Traditionen und
zum anderen durch den Kampf gegen Unterdrückung und
Fremdherrschaft geprägt. In der Kultur werden alte
Bräuche und Traditionen, welche ihren Ursprung in der
Stammesstruktur der kurdischen Gesellschaft haben, bis heute am Leben
gehalten. Der Kampf gegen Unterdrückung und Fremdherrschaft,
welches das gesellschaftliche und politische Leben der Kurden besonders
in den letzten Jahrzehnten prägt, ist auch in ihrer Kultur
sichtbar.
Film, Musik und Literatur dienen als politische Mittel und
können oft nur im Exil oder heimlich produziert werden. Zur
Verbreitung spielen das Satellitenfernsehen und das Internet eine immer
größer werdende Rolle, auch wenn letzteres im
kurdischen Kernland noch kaum genutzt wird. Einige Staaten,
insbesondere die Türkei, der Iran und der Irak, versuchten
durch Verbote und andere Repressalien die kurdische Kultur
einzudämmen. So verboten die türkische Regierung
jahrelang den Kurden das Tragen ihrer traditionellen Kleidung oder die
Feiern zum traditionellen Neujahrsfest Newroz. Aber auch im Iran und
Irak war es den Kurden sehr lange Zeit kaum möglich, ihre
Kultur auszuüben. Darum gingen sehr viele Schriftsteller und
Intellektuelle ins Exil, um ohne Angst vor Verfolgung und Repressalien
ihre Bücher und Zeitungsartikel zu schreiben.
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