Kurdistan – fremd und geheimnisvoll "


Grundzüge der kurdischen Politik




Bis auf die Autonome Region Kurdistan im westlichen Iran, einer kurdischen Region in Aserbaidschan und der iranischen Provinz Kordestān gibt es keine Verwaltungseinheit und auch kein politisches Territorium. Das Volk der Kurden ist also in sich keine homogene ethnische und politische Einheit. Dies ist in der Geschichte der Kurden und in der geografischen Lage der Siedlungsgebiete begründet.

Die sehr raue und unwegsame Gebirgsregion des alten Siedlungsgebietes stellte seit jeher eine natürliche Grenze zwischen dem ehemaligen Persischen und Osmanischen Reiches dar. Die regionalen kurdischen Herrscher blieben somit eine sehr lange Zeit weitgehend unabhängig. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war ein einheitliches kurdisches Nationalgefühl innerhalb der Bevölkerung nicht entwickelt. 

Die Kurden betrachteten sich als Angehörige bestimmter Stämme und waren jahrhundertelang in diesem Stammwesen organisiert. Durch die Unwegsamkeit des Geländes blieben viele Stämme nahezu von der Außenwelt abgeschlossen und auch einen kulturellen und wirtschaftlichen Austausch gab es lange Zeit so gut wie gar nicht.



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